Sonderforschungsbereich 626 - Ästhetische Erfahrung im Zeichen der Entgrenzung der Künste


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Tagung "…diese Gegenstände, so wie sie sind, dem Leser überreichen"

Stoff- und Materialpräsentationen in der Pop-Literatur der 60er und 70er Jahre

07.10.2005 - 09.10.2005

Ort: Villa Oppenheim, Schloßstr. 55, Berlin

Mit: Karl Riha, Martin Maurach, Holger Schulze, Andreas Kramer, Eckhard Schumacher, Jan-Frederik Bandel, Kaspar Maase, Peter O. Chotjewitz, Brigitte Weingart, Dirck Linck, Moritz Baßler, Diedrich Diedrichsen, Benjamin Meyer-Krahmer

sfb626 tagung stoff und material bild

Tagungskonzeption

Pop hat eine hohe Affinität zum Fundstück. Das Mißtrauen gegen das durchformte Kunstwerk und gegen das Pathos der "Erfindung" gehört als ästhetisch-politisches Movens ebenso wie die Bewegung mit der Richtung auf vorgefundene Materialien und die Hinwendung zu den aufmerksam wahrgenommenen "Dingen" des Alltags von Anfang an zu den Kennzeichen jener kulturellen Phänomene, die unter dem Label "Pop" verhandelt werden. Pop propagiert das "arme" Werk, das emphatisch die "Abfälle" der Medien- und Industriegesellschaft darstellt, sie zugleich in Gebrauch nimmt und dabei mit den Ambivalenzen von Anti-Form und Form spielt. Die Praktiken des Zeigens, Sammelns, Hinstellens, Ausbreitens von Materialien werden zu ästhetischen Objekten, über denen Erfahrung sich entfaltet. Der Versuch, Materialien sich ereignen zu lassen, und die kontextuellen Rahmungen dieser Präsentationsereignisse haben gravierende Folgen gehabt für das Verhältnis zwischen Kunst und Nicht-Kunst. Das Konzept des "Werkes" und der Begriff des Autors wandelten sich. Fraglich bleibt dabei allerdings, ob das Material nicht gelegentlich auf problematische Weise mit Ausdrucksleistungen befrachtet wird, die es "selbst" schwerlich erbringen kann.

 

Programm (als PDF)

 

Konzeption: Dirck Linck und Gert Mattenklott




 

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Stand: 18.02.2009

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