Sonderforschungsbereich 626 - Ästhetische Erfahrung im Zeichen der Entgrenzung der Künste


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Workshop mit Adrian Stähli: "Zur Wirkungsästhetik 'lebensechter' Darstellungen"

14.11.2008, 09:30 - 16:00 Uhr

Ort: SFB 626 der FU Berlin, Altensteinstr. 2-4, 14195 Berlin, Sitzungsraum

Die illusionistische Täuschungsabsicht und ‚lebensechte’ Wirkung von Kunstwerken ist in der griechischen Antike ein Topos der Kunsttheorie ebenso wie der literarischen Ekphrasis. Einen besonderen Stellenwert erlangt die Auseinandersetzung mit den mimetischen Fähig­keiten der Kunst in der hellenistischen Literatur des 3. bis 1. Jahrhunderts v. Chr. Vor allem in den hellenistischen Epigrammen mit Statuenbeschreibungen wird künstlerische Mimesis in einer neuartigen Weise thematisiert, die das Artifizielle illusionistischer Effekte in der Kunst und die Produktion einer ‚lebendigen’ Wirkung durch den Wahrnehmungsprozeß des Be­trachtens herausstreicht: Die illusionserzeugenden Mechanismen künstlerischer Mimesis sind der eigentliche Gegenstand dieser Literatur, die damit letztlich eine poetologische Selbst­reflexion durch das Medium der Kunst betreibt. Die ekphrastische Literatur des Hellenismus orientiert sich damit aber auch an der zeit­genössischen künstlerischen Praxis. An den erhal­te­nen Werken hellenistischer Plastik läßt sich feststellen, daß die Künstler vergleichbare Strategien der Produktion einer ‚realistischen’ Wirkung durch gezielte Steuerung des Wahr­nehmungs­vorgangs ihrer Werke verfolgten, den Betrachter in den Prozeß der Erzeugung der mimetischen Illusion involvierten und so den Akt des Sehens und der Täuschung explizit in ihren Werken thematisierten.

 

Anmeldung über antje.wessels@fu-berlin.de




 

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Stand: 18.11.2008

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